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Wirtschaft

Diverse Führungsstile in Unternehmen: Welche Arten von Führungsstilen werden angewandt?

Wie ein Chef seine Mitarbeiter führt, ist überaus entscheidend. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Denn durch den gelebten Führungsstil wird der Umgang miteinander geprägt, aber auch die Zufriedenheit und das Engagement der Angestellten. Es gibt unterschiedliche Führungsstile, wobei deren Merkmale immer durch individuelle Ausprägung definiert werden.

Mitarbeiterführung in einem Unternehmen: Wofür wird sie benötigt?

Ein Chef oder Vorgesetzter, der eine gute Führungskraft ist, hat unterschiedliche Aufgaben bzw. Vorgaben. Denn er muss:

  • Arbeit organisieren
  • Aufgaben individuell verteilen
  • Erfolg messbar kontrollieren
  • Dem Personal die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln
  • Im Unternehmen gelebte Werte vermitteln
  • Eine individuelle Unternehmenskultur nach außen prägen

Was genau ist ein Führungsstil?

Es gibt zahlreiche gute Fachbeiträge, wie beispielsweise unter www.vorlagen-center.com/magazin/fuehrungsstile-in-unternehmen/, die die einzelnen Führungsstile klassifizieren und definieren. Eines ist allen Führungsstilen gemeinsam! Denn sie definieren den Begriff des „Führungsstils“ als Verhalten eines Vorgesetzten, welches dieser gegenüber seinen Mitarbeitern an den Tag legt.

Führungsstile nach Max Weber als Klassiker

Ob ein Akademiker auf Jobsuche oder ein Angestellter, der sich weiterbilden möchte. Online finden sich Definitionen unterschiedlicher Führungsstile, wobei die Führungsstile nach Max Weber, der vier Arten von Führungsstilen unterscheidet, zu den Klassikern zählen. Genannt wird hier der autokratische Führungsstil, bei dem der Chef seine Entscheidungen alleine trifft und eine strenge Hierarchie im Unternehmen vorhanden ist. Ein Vorteil liegt in Krisensituationen, in denen schnelle Entscheidungen gefragt sind.

Weiter nennt Max Weber den patriarchalischen Führungsstil, der auf eine eher väterliche Mitarbeiterführung setzt und den Chef als verantwortliche Person für seine Mitarbeiter sieht. Auch hier gibt es klare Anweisungen, die allerdings fürsorglicher kommuniziert werden. Eine weitere Form ist der bürokratische Führungsstil, bei dem es sowohl für Mitarbeiter als auch Vorgesetzte feste Regeln gibt. Die Befugnisse des Vorgesetzten sind für einen bestimmten Zeitraum definiert. Die Vorteile sind, dass anfallende Entscheidungen auf Basis bestehender Richtlinien getroffen werden.

Auch Charisma kann einen Führungsstil prägen

Hat ein Chef echtes Charisma, kann er seine Angestellten meist mühelos motivieren und sogar für die Arbeit begeistern. Ideen und Visionen begeistern und reißen alle mit, wobei die Einsatzfreude einfach ansteckend ist. Es braucht hier keine besonderen Strukturen oder Vorgaben, die Führungskraft begeistert allein durch ihren Elan und ihr Auftreten.

Drei Führungsstile nach Kurt Lewin

Führungsstile nach dem deutschen Psychologen Kurt Lewin definieren sich in drei Kategorien. Demnach gibt es den autoritären, den kooperativen und den Laissez-Faire-Führungsstil. Erstgenannter ist mit dem autokratischen Führungsstil von Max Weber zu vergleichen. Demnach gibt der Chef die Meinung bzw. Anordnungen vor, denen unbedingt zu folgen ist. Es wird quasi „von oben herab“ geführt.

Die Moderne in den Führungsetagen: Das ist der kooperative Führungsstil

Dieser Führungsstil ist von einer engen Zusammenarbeit und Kooperation auf Augenhöhe zwischen Vorgesetzten und Angestellten geprägt. Die Aufgaben des Chefs bestehen darin, zu delegieren sowie eine offene Kommunikation zu fördern. Es gibt regelmäßigen Meinungsaustausch in zahlreichen Meetings, sodass das Motivieren der Mitarbeiter zu mehr Engagement im Unternehmen führen kann. Ein Nachteil kann es allerdings sein, dass es aufgrund der vielen Besprechungen zu Verzögerungen in Projektarbeiten kommen kann.

Laissez-faire bietet maximalen Handlungsspielraum

Den Begriff des „Laissez-faire“ kennen viele aus dem Französischen. Er bedeutet ins Deutsche übersetzt „machen lassen“. Damit gemeint ist, dass die Mitarbeiter im Unternehmen ein Höchstmaß an Handlungsfreiheiten haben. Die Aufgaben werden weitgehend selbstständig erledigt, ein Eingreifen des Chefs erfolgt kaum. So sehr dies zur kompletten Entfaltung der Talente und Fähigkeiten von Mitarbeitern führen kann, so groß ist auch die Gefahr, dass es aufgrund von Komplikationen zu einer gewissen Anarchie oder zu einer verspäteten Fehlererkennung kommen kann. Vor allem gruppendynamische Prozesse sind hier ein Risiko und können mit der Zeit demotivierend wirken.

Ein Fazit zur Thematik

Der Führungsstil in einem Unternehmen trägt wesentlich zur Zufriedenheit der Mitarbeiter und zu ihrem Engagement im Job bei. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Szenarien sind aber in Bezug auf die Branche genaustens abzuwägen.

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