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Mofahelme für leidenschaftliche Mofafahrer: Welcher Mofahelm ist der Richtige?

Die Auswahl an Mofahelmen ist nicht nur im eventuell noch vorhandenen Fahrrad- und Mofa-Fachgeschäft um die Ecke meist relativ groß. Auch im Internet werden Freunde des Mofas schnell von der gigantischen Auswahl erschlagen. In diesem Beitrag möchten wir uns den drei wichtigsten Mofahelm-Typen widmen und über die Prüfnormen in den deutschsprachigen Ländern sprechen.

Blicken wir einmal gemeinsam auf das Mofahelm-Sortiment renommierter Onlinehändler wie www.mofakult.ch/helme, um herauszufinden, welche Mofahelme als sicherer Kopfschutz infrage kommen.

Deutschland, Österreich sowie Schweiz: Genormte Mofahelme nach SN-EN-1078 und ECE 22.06

Bevor wir im Detail auf die Eigenschaften der drei wichtigen Helmtypen eingehen, kommen wir nicht umhin, auf die Änderung der Prüfnorm für deutsche und österreichische Mofahelme einzugehen. Außerdem ergeben sich im internationalen Kontext und insbesondere bezüglich der Schweiz wichtige Unterschiede, denen wir zuvor knapp und verständlich auf den Grund gehen möchten. Wir behandeln diese Thematik nun einführend in den folgenden Abschnitten.

Der Töfflihelm: Nach SN-EN-1078 genormte Mofahelme genügen

Seit dem Jahr 2019 reicht es für schweizerische Mofafahrer nun aus, einen Fahrradhelm zu tragen, der nach der Norm SN-EN-1078 gebaut und geprüft wurde. Zuvor war die Helmpflicht wesentlich strenger und sah als geeigneten Kopfschutz nur die klassischen Motorradhelme vor. In den Nachbarländern Österreich und Deutschland hingegen gab es eine andere Änderung der Prüfnorm.

Der Mofahelm in Österreich und Deutschland: Prüfnorm ECE 22.06 seit 2022

Im Jahr 2022, genauer am 03.06.2022, trat die Reform der Prüfnorm in Kraft, die das Prüfverfahren für Motorrad- und Mofahelme seit mehr als 20 Jahren standardisierte. Am Tragekomfort und der Passform ändert die Neuerung jedoch nichts.

Achtung beim Helmkauf: Nach DOT genormte Mofahelme werden in Deutschland lediglich toleriert

Bevor wir bezüglich der gesetzeskonformen Kopfbedeckung für Mofafahrerinnen und -fahrer zu einem Abschluss kommen, hier ein wichtiger Hinweis: Oft im Handel erhältlich sind DOT (Department of Transportation) genormte Helme. Es handelt sich um ein amerikanisches Prüfverfahren. Das Tragen im Straßenverkehr wird gemeinhin lediglich toleriert und entspricht nicht den Standards der zuvor genannten Normen.

Drei Mofahelm-Typen für leidenschaftliche Mofafahrer: Das sind ihre Eigenschaften

Wenn die gesetzliche Grundlage und damit die Eignung der Helm-Auswahl geklärt ist, können wir über die Vorlieben bezüglich der Helmform sprechen. Ganz besonders haben sich hier drei Helm-Typen etabliert, die von vielen Zweiradenthusiasten als Mofahelm genutzt werden:

  • Der Topfhelm
  • Der Integralhelm
  • Der Jethelm

Der Topfhelm: Ein Mofahelm wie aus vergangenen Zeiten

Ein sogenannter Topfhelm ist ein Mofahelm, dessen Korpus die Form eines Topfes hat. In der Regel haben Topfhelme keine Protektoren, die über die Ohren reichen. Dennoch kommen immer wieder Modelle auf den Markt, die einen solchen Schutz besitzen. Bei Wind ist dies sogar eine begrüßenswerte Annehmlichkeit. Verschlossen wird der Mofahelm in Topfform mit einer Kinnschnalle. Seine Form mutet „Retro“ an. Vor allem bei schwarz-matten Modellen fühlt man sich schnell in eine andere Zeit versetzt. Es gibt jedoch auch moderne Topfhelme in farbigen Hochglanzlacken.

Der Integralhelm: Ein Mofahelm für den Vollschutz des Kopfes

Integralhelme werden normalerweise von Motorradfahrern getragen. Auch beim Motocross sind diese Helme sehr beliebt. Sie zeichnen sich durch ein Vollvisier aus, das den gesamten Sichtbereich einfasst. Kinnpartie und seitlicher Unterkiefer sind vom Kinnbogen des Helms umschlossen. Bei manchen Ausführungen kann dieser Teil aufgeklappt werden.

Der Vorteil eines Integralhelms ist das hohe Maß an Schutz für den gesamten Kopf. Ein winziger Nachteil bleibt. Diese Helme sind im Falle eines Unfalls ein wenig schwieriger zu entfernen. Ohnehin sollte dies stets nur von einem Arzt gemacht werden, um nachträgliche Wirbelbrüche zu vermeiden.

Der Jethelm: Der Mofahelm im Flieger-Style

Ein Jethelm hat einige Ähnlichkeiten zum eingangs erwähnten Topfhelm. Er ist dem Fliegerhelm nachempfunden und verfügt über ein zusätzliches Visier, welches beim Topfhelm nicht vorhanden ist. Außerdem ist dieser Mofahelm eher rund und existiert in manchen Onlineshops auch als Ausführung mit Vollvisier.

Eigentlich ganz einfach: Die besten Mofahelme sind die, die sicher sind!

Aus den deutschsprachigen Ländern kennen wir es nicht anders: Soll ein Mofahelm sicher sein, müssen wir ihn normen! Dann können wir gleichbleibende Qualität und somit relativ hohe Sicherheit voraussetzen. Mofafahrerinnen und Mofafahrer sollten daher auf Mofahelme mit den Prüfnormen SN-EN-1078 (Schweiz) und ECE 22.06 (Deutschland und Österreich) setzen. Bezüglich der Wahl des Helmmodells kommen wir dann in den Bereich der ganz individuellen Geschmacksfragen!

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