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Alltag

Sichere Internetnutzung für Senioren: So gelingt es ganz einfach

Gerade älteren Menschen fällt es nicht immer leicht, mit der sich rasant entwickelnden Technik mitzuhalten. Aus dem Alltag ist das Internet aber kaum noch wegzudenken. Dieser Artikel gibt Tipps, wie man sich als Senior sicher im digitalen Raum bewegt oder wie man Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern dabei helfen kann.

Anonym surfen: So geht‘s

Während viele Senioren sehr sorglos surfen, ist ihnen oft nicht klar, dass selbst bei normaler Nutzung eines Browsers viele sensible Daten abgegriffen werden. Das ist besonders bei WLAN-Verbindungen der Fall. Wer sich in öffentliche WLAN-Netzwerke einloggt, muss jederzeit damit rechnen, dass die über diese Verbindung verschickten Daten einfach abgegriffen werden können. Dazu zählen im Zweifel auch Bankdaten, Kreditkarteninformationen, Passwörter und so weiter. Oft ist den Betroffenen dann völlig schleierhaft, wie sie Opfer eines Betrugs oder Identitätsdiebstahls werden konnten. Hier spielt meist eine unsichere Verbindung eine Rolle.

Die Lösung: Das Einloggen über einen sicheren und verschlüsselten VPN-Server. VPN steht für „Virtual Private Network“ und bezeichnet – vereinfacht gesagt – eine Technik, mit der der Datenverkehr über einen Knotenpunkt umgeleitet wird und damit nicht mehr so einfach nachzuverfolgen ist. Außerdem kann der Datenverkehr über einen VPN verschlüsselt werden. Wer einen VPN für den Browser einrichten will, sollte insbesondere bei Senioren auf eine möglichst nutzerfreundliche Lösung zurückgreifen. Für die geläufigsten Browser gibt es eine Handvoll Plugins, die die Verbindung über einen VPN ermöglichen – auch auf dem Smartphone. Damit wird das Surfen und insbesondere das mobile Surfen um einiges sicherer.

Am besten ist es, wenn man den Prozess hierfür weitgehend automatisiert, sodass der Nutzer die Vorschaltung eines VPN kaum bemerkt. So erspart man Senioren die recht umständlich zu erklärende Technik dahinter, sichert ihren Datenverkehr aber eklatant ab.

Aufklärung über die gängigsten Betrugsmaschen: Spam und Phishing

Leider passiert es immer wieder, dass Senioren auf scheinbar veraltete Betrugsmaschen wie die des Phishing hereinfallen. Daher werden auch insbesondere Senioren von Betrügern bei dieser Masche anvisiert. Phishing bezeichnet eine Technik, bei der der Nutzer durch Vorgaukeln eines hochoffiziellen Anschreibens zur Preisgabe sensibler Daten verlockt werden soll. Das kann zum Beispiel passieren, in dem die Betrüger täuschend echt eine Mail von einem Kreditinstitut oder einem Online-Shop nachbauen – inklusive Logo etc. Der Nutzer wird darin meist aufgefordert, schnell zu handeln und sein Passwort einzugeben. Spam-Filter können nur bedingt vor Phishing schützen, es kommt trotzdem immer mal eine solche Mail durch.

Hier hilft nur Aufklärung: Nie würden große Unternehmen oder seriöse Dienstleister nach Anmeldedaten, Kreditkartennummern etc. fragen, wenn es nicht unmittelbar um eine zu tätigende Zahlung geht. Auch ein genauer Blick auf die Absender-Mailadresse gibt meist bereits Aufschluss über die Seriosität des Schreibens. Grundsätzlich ist es aber immer eine gute Idee, sich als Ansprechpartner für verunsicherte Senioren anzubieten: Ein Anruf kann manchmal vor großem Ärger bewahren.

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