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Gesundheit

Akne Inversa im Alter: Was kann man tun?

Akne Inversa ist eine schmerzhafte und die Lebensqualität stark einschränkende Hauterkrankung, welche auch im fortgeschrittenen Alter auftreten kann. Informationen zu dieser Erkrankung, möglichen Ursachen und Behandlungsmethoden findet man in diesem Artikel.

Was ist Akne Inversa und wo tritt sie auf?

Akne Inversa ist eine entzündliche Hauterkrankung, welche häufig mit starken Schmerzen verbunden ist und zu den chronischen Erkrankungen zählt. Betroffene leiden zunächst meistens unter entzündeten Haarwurzeln, welche sich später zu größeren Abszessen entwickeln. Rund ein Prozent der Bevölkerung sind schätzungsweise von Akne Inversa betroffen. Meistens tritt die entzündliche Hauterkrankung im Bereich der Achseln, in der Leistengegend, im Schambereich und Anusbereich auf.

Bei Akne Inversa werden drei Schweregrade unterschieden. Bei Schweregrad eins treten wiederkehrend nässende, eiternde Wunden auf. Betroffene mit dem Schweregrad zwei leiden unter abgegrenzten Entzündungen, welche zu Narben und Fistelbildung neigen. Bei Patienten mit dem Schweregrad drei kommt es zu flächendeckenden Abszessen und Fistelgängen.

Welche Ursachen und Auslöser hat Akne Inversa?

Bisher sind die genauen Ursachen und Auslöser von Akne Inversa nicht klar erforscht. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Hauterkrankung erblich veranlagt sein kann. Sie beginnt üblicherweise mit einer Entzündung der Haarfollikel, welche wiederum aufgrund einer Fehlsteuerung des Immunsystems auftritt. Außerdem gehen Experten davon aus, dass Übergewicht, Rauchen und starker Stress mögliche Auslöser sein können. Ebenso wird vermutet, dass auch andauernde Hautreizungen zu Akne Inversa führen können, sofern eine entsprechende Veranlagung vorliegt. Solche Hautreizungen können beispielsweise durch Kleidung ausgelöst werden. Ebenso können starkes Schwitzen und das Eindringen von Bakterien durch Mikroverletzungen der Haut möglicherweise Akne Inversa auslösen.

Wie kann Akne Inversa behandelt werden?

Bei den möglichen Behandlungsformen muss unterschieden werden, in welchem Schweregrad die Akne Inversa beim Patienten vorliegt. Betroffene mit dem Schweregrad eins werden üblicherweise durch die lokale oder systemische Gabe von Antibiotika therapiert. In Einzelfällen kann eine operative Entfernung der Läsionen notwendig sein. Bei Schweregrad zwei kann eine systemische Gabe von Antibiotika oder eine Antikörpergabe erfolgen. Außerdem werden bei dieser Ausprägung der Hauterkrankung oberflächlich Gewebeschichten mittels Laser abgetragen und einzelne Läsionen durch einen operativen Eingriff entfernt.

Leidet man bereits unter Akne Inversa Schweregrad drei, hilft häufig nur eine chirurgische Exzision des kompletten befallenen Gewebes. Dabei entstehende Wunden werden häufig nicht genäht. Stattdessen lässt man sie offen heilen und nutzt Wundauflagen und die Unterdruck- Wundtherapie. Zudem werden verschiedene Verfahren angewandt, um den Verlauf einer Akne Inversa abzuschwächen. Hierzu gehört eine Therapie mit Licht-und Radiofrequenzen, die die Entzündungsneigung reduzieren kann.

Außerdem wird das Tragen spezieller Wäsche und Kleidung empfohlen, die Hautreizungen verhindert. Diese Maßnahmen können zu einer Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen führen. In jedem Fall muss Akne Inversa von einem Facharzt behandelt und regelmäßig untersucht werden, um das Krankheitsbild genau im Blick zu behalten und die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

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