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Gesundheit

Blutdruckkontrolle: So klappt es mit dem Blutdruckmessen zu Hause

Den eigenen Blutdruck zu kennen ist für die Gesundheit wichtig. Denn oftmals wissen wir gar nicht, wenn Abweichungen bestehen. Zu hohe Werte bleiben lange Zeit unbemerkt, sind aber ein großer Risikofaktor für folgenschwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die mit einem Schlaganfall oder Herzinfarkt einhergehen können. Der Bluthochdruck wird in Fachkreisen auch als Hypertonie bezeichnet.

Ein niedriger Blutdruck als Hypotonie. Dieser kann zu Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen führen, ist aber in den seltensten Fällen gefährlich. Hingegen kann ein dauerhaft hoher Blutdruck aufgrund des starken Drucks auf die Wände der Gefäße zahlreiche Folgen haben und zu Schäden an den Organen führen.

Was genau ist der Blutdruck?

Der Körper wird durch die Herztätigkeit mit Blut versorgt. Jeder Herzschlag pumpt diese in die Gefäße. Dabei entsteht ein gewisser Druck auf die Arterien, den wir als Blutdruck kennen. Der Blutdruck misst also den Druck auf die Innenwände, der während des Pumpens auf diese wirkt. Entspannt sich das Herz nach dem Pumpen wieder, sinkt auch im Normalfall der Blutdruck. Der intelligente Körper passt dabei diesen Druck entsprechend der Situation an. In Ruhephasen, wie beim Schlafen, zeigt sich ein niedriger Blutdruck, sind wir aktiv, wie beim Sport, so steigt er für die Zeit der Anstrengung.

Die Vorgänge sind vollkommen normal. Erst wenn der Blutdruck auch in der Entspannung erhöht ist, kann das ein Zeichen für Bluthochdruck sein. Um Gewissheit zu haben und im Ernstfall die Werte im Auge zu behalten, bieten Blutdruckmessgeräte die Möglichkeit, den Blutdruck zu Hause selbst zu ermitteln. Ein normaler Wert liegt zwischen 130/85 mmHg und 140/90 mmHg. Optimal können auch 120/80 mmHg sein. Ein Wert über 140/90 mmHg wird als Bluthochdruck Grad 1 bezeichnet.

Wie misst man den Blutdruck?

Beim Blutdruck werden zwei Werte gemessen: der systolische und diastolische Blutdruck. Beim Ersten wird der Druck gemessen, wenn der Herzschlag erfolgt. Das ist der Zeitpunkt, wenn der Muskel sich zusammenzieht und kräftig Blut durch den Körper schickt. Hier ist die Belastung auf die Gefäßwände am höchsten. Der diastolische Druck misst die Entspannungsphase des Herzens und damit die gesunkene Belastung auf die Innenwände, weshalb der diastolische Wert immer niedriger ist als der systolische Blutdruck. In einer Zahlenkombination ausgedrückt finden sich das systolische Ergebnis vorne und der diastolische Messwert hinten.

Die Messung des Blutdrucks erfolgt mit speziellen Geräten im praktischen Format an Handgelenk oder Oberarm. Ob am rechten oder linken Arm spielt keine Rolle. Die Messung findet immer zur selben Zeit, idealerweise einmal morgens und einmal am Abend statt. Bevor es losgeht, sollte man sich ca. fünf Minuten nehmen, um im Sitzen zur Ruhe zu kommen. Anschließend wird ein gerader Sitz eingenommen, der Messarm etwa auf Herzhöhe abgelegt und die Manschette des Blutdruckgeräts angelegt. Mit der Aktivierung startet die Messung und schon nach wenigen Sekunden kann das Ergebnis auf dem Display abgelesen werden. Die Dokumentation hilft dem behandelnden Arzt bei der richtigen Wahl der Therapie.

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