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Gesundheit

CBD-Produkte: Die gesundheitsfördernde Wirkung im Detail

CBD (Cannabidiol), ist ein bekanntes Phytocannabinoid der Hanfpflanze mit großem, auch medizinisch nutzbarem, Potenzial. Das Interesse und die wissenschaftlichen Forschungen rund um das Thema CBD haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

Trotz bewiesener Wirkung finanzieren Krankenkassen Medikamente auf CBD-Basis nicht

Bis in die 1920er Jahre basierten rund 60 Prozent der Schmerzmittel auf Cannabis. Die Hanfpflanze verfügt über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, die, wie CBD, keinerlei berauschende Wirkung haben und zu Gesundheitszwecken eingesetzt werden können. Auch die WHO stufte CBD als unbedenklich ein. Trotzdem werden Medikamente auf CBD-Basis in der Regel von den Krankenkassen nicht finanziert. Kritik an dieser Vorgangsweise kommt nun vom Juristen und Obmann des Verbraucherschutzvereins in Österreich, Dr. Peter Kolba. Der Verbraucherschutzverein befürwortet CBD-Produkte und unterstützt Patienten, die eine Cannabis-Therapie benötigen, mit Rechtsbeistand und anbieterunabhängiger Information über die medizinischen Einsatzmöglichkeiten von CBD.

CBD-haltige Produkte können bei zahlreichen Beschwerden Linderung verschaffen

Hanf zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde und wird seit rund 5000 Jahren in der Medizin eingesetzt. Die bekanntesten Inhaltsstoffe der Hanfpflanze sind CBD und THC (Tetrahydrocannabinol). CBD wirkt im Vergleich zu THC, das für die psychischen Wirkungen von Cannabis verantwortlich zeichnet, nicht psychoaktiv. Es ist eine effektive, sichere und gut verträgliche Hanfkomponente, die vor allem für ihre schmerz- und entzündungshemmende Wirkung geschätzt wird, die mittlerweile in zahlreichen Studien bewiesen wurde. Außerdem kann CBD sogar die psychische Wirkung von THC hemmen und dessen schmerzlindernde Eigenschaften verstärken.

CBD-haltige Produkte in Form von Bonbons, Kaugummis, Tropfen, Ölen, Kapseln oder Kosmetikprodukten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, sie weisen jedoch meist einen geringen CBD-Gehalt auf. Produkte mit höherer Cannabidiol-Konzentration, die auch zur Selbstmedikation verwendet werden können, werden von diversen Fachhändlern angeboten. Die Kosten für diese Produkte werden im Normalfall jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen, obwohl CBD bei zahlreichen Beschwerden für Linderung sorgen kann.

Neben der schmerz- und entzündungshemmenden sowie beruhigenden und krampflösenden Wirkung konnte in Studien mittlerweile ein positiver Einfluss bei zahlreichen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, entzündlichen Darmerkrankungen, Epilepsie, Parkinson, Neurodermitis oder Schizophrenie aufgezeigt werden. Weiters gibt es Anhaltspunkte, dass CBD die Schmerzen von Krebspatienten lindern und teilweise sogar das Wachstum von Krebszellen hemmen kann.

Der Verbraucherschutzverein befürwortet CBD-Produkte

Speziell in Fällen, wo eine hohe CBD-Dosierung für die Linderung der Beschwerden nötig ist, können sich zahlreiche Betroffene diese Form der Selbstmedikation nicht leisten – ein Umstand, den Dr. Peter Kolba, der Obmann des Verbraucherschutzvereins in Österreich, nun scharf in einer Pressemeldung kritisiert. Als er selbst an einem schmerzhaften Nervenleiden erkrankte, verschaffte ihm die Behandlung mit TBC- und CBD-haltigen Produkten Linderung. Seither engagiert er sich leidenschaftlich für die Liberalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke. Der Verbraucherschutzverein befürwortet ausdrücklich den Einsatz CBD-haltiger Produkte und möchte diese für Patienten leichter zugänglich machen.

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