Oberbozen befindet sich inmitten des Hochplateaus des Ritten und ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Rittner Horn sowie für einen Städtetrip nach Bozen | pixabay.com
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Oberbozen: Ein perfektes Ziel für den Seniorenurlaub

Südtirol hat seinen Besuchern sehr viel zu bieten. Das gilt im Besonderen für das Dorf Oberbozen, das sich auf dem Hochplateau des Ritten in über 1.200 Meter Höhe befindet. Ein Urlaub in Oberbozen lässt einen Dank der ausgezeichneten Luftqualität in den Bergen wieder frisch durchatmen, tankt die Akkus auf und kann darüber hinaus auch noch den Horizont erweitern. Dafür sorgt vor allem die kurze Distanz zur Landeshauptstadt Bozen. Mit den folgenden Tipps wird der Aufenthalt in Oberbozen garantiert zum unvergesslichen Erlebnis.

Übernachten in Oberbozen

Reisen gehört mit Sicherheit zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten im Alter. Immer mehr Senioren zieht es dabei nach Südtirol in die schöne Gegend rund um Oberbozen. In Oberbozen selbst gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten. Das Angebot reicht von einfachen Gasthöfen wie etwa dem Gasthof Schluff und Bauernhöfen wie dem Gruberhof über mehrere Drei-Sterne-Hotels bis zu echten Luxustempeln, in denen den Gästen jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird.

Wer auf der Suche nach einem bezaubernden Hotel auf dem Ritten oberhalb Bozen ist, wird beispielsweise in Pippos Moutain Lodge fündig. Die kleine, aber feine Genuss-Farm bietet insgesamt acht schicke Suiten und Zimmer, die eine hervorragende Aussicht auf das Bergpanorama bieten. Die Gastgeber Philip „Pippo“ Benincà und Alexandra Lofaro haben besonderen Wert auf eine liebevolle Einrichtung der einzelnen Zimmer gelegt und bieten darüber hinaus auch noch die Möglichkeit zur Outdoor-Entspannung im ganzjährig beheizten Pool.

Im Hotelpreis inkludiert ist ebenso die Ritten Card, die den Gästen nicht nur freie Fahrt mit den Öffis bietet, sondern darüber hinaus auch noch den kostenlosen Eintritt zu über 80 Museen und Sehenswürdigkeiten inkludiert.

Wandern auf dem Rittner Horn

Mit der Bergbahn Rittner Horn gibt es eine einfache und spektakuläre Möglichkeit, vom Tal aus zu den Gipfeln dieses Berges zu gelangen. Die gute Nachricht: Mit der Ritten Card ist die Berg- und Talfahrt einmal pro Tag kostenlos. Zudem können auch die Wanderbusse am Ritten damit gratis benützt werden. Auf dem Rittner Horn wartet ein einmaliges Familien- und Genusswandergebiet auf seine Besucher. Es gibt zahlreiche Wanderwege mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden.

Wer einfach ein wenig die Atmosphäre genießen und sich dabei ein wenig die Beine vertreten möchte, sollte sich für den Panoramarundweg entscheiden. Dabei handelt es sich um eine leichte Wanderung mit wunderbarem Panoramablick auf die Bergwelt der Dolomiten. Der Höhenunterschied beträgt dabei insgesamt nur 99 Meter. Die Wanderung selbst nimmt etwa 45 bis 60 Minuten in Anspruch.

All jene, die ihrem Körper noch ein wenig mehr zumuten möchten, können den Rittner Horn Rundweg absolvieren. Zu den Besonderheiten am Weg zählen vor allem die Aussichtspunkte Runder Tisch und Dolomitoskop sowie der Alpinsteingarten beim Unterhorn. Die Tour hat eine Länge von rund elf Kilometer mit einem Höhenunterschied von etwa 700 Metern. Geübte Wanderer absolvieren diese Tour in etwa 3,5 Stunden.

Sehenswertes in Oberbozen

Doch auch in Oberbozen selbst gibt es für die Urlauber zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Wer sich für alte Gebäude, insbesondere Kirchen interessiert, wird von der St.-Georgs-und-Jakobs-Kirche begeistert sein, die im späten 13. Jahrhundert erbaut wurde und seit 1983 unter Denkmalschutz steht. Im Katzenbachtal unterhalb von Oberbozen gibt es die Oberbozener Erdpyramiden zu bestaunen. Diese Pyramiden bestehen aus kegelförmig aufgeschüttetem Lehm und dem darauf liegenden Felsbrocken. Entstanden sind sie aus dem späteiszeitlichem Moränenlehm, der hier am Ritten vom Eisacktaler Hauptgletscher und einigen lokalen Nebengletschern zurückgeblieben ist.

In unmittelbarer Nähe zu Oberbozen befindet sich darüber hinaus der Plattnerhof. Dieses Gebäude zählt zu den ältesten Bauernhöfen in Südtirol und beinhaltet neben zahlreichen historischen Relikten, die vom Leben der Bauern in den vergangenen Jahrhunderten zeugen, auch ein Imkereimuseum. Der Wolfsgrubner See ist ebenfalls zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert. Im Sommer lädt er zum Baden ein, im Winter dient er als natürlicher Eislaufplatz.

Mit der Rittner Seilbahn in nur 12 Minuten nach Bozen

Im Jahr 2009 wurde die Rittner Seilbahn eröffnet. Ganze zwölf Minuten dauert dabei die Fahrt der Gondel von Oberbozen in die Landeshauptstadt Bozen. Dank des Intervalls von nur vier Minuten kommt es dabei auch zu keinen Wartezeiten. Die modernen Kabinen sind mit zahlreichen Sitzplätzen ausgestattet und auch das Ein- und Aussteigen gestaltet sich sehr einfach. Da kann das Auto getrost zuhause bleiben.

Die Stadt Bozen lässt sich von Oberbozen aus ganz einfach mit der Rittner Seilbahn erreichen. Die Fahrtzeit beträgt gerade einmal 12 Minuten und endet mitten in der Stadt | pixabay.com

Der Ausflug nach Bozen lohnt sich auf alle Fälle, denn hier gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bewundern, bei denen der Eintritt zum Teil mit der Ritten Card ermäßigt oder kostenlos ist. Vor allem bietet Bozen seinen Besuchern ein einzigartiges Flair. Besonders beliebt sind Ausflüge im Herbst, wenn beim Törggelen der junge Wein zu zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten genossen werden kann.

Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour durch Bozen ist der Waltherplatz. Er ist benannt nach dem berühmten Dichter Walther von der Vogelweide und sein Denkmal ziert auch den Mittelpunkt dieses Platzes. Rund um den Platz gibt es zahlreiche kleine Cafés, in denen die Atmosphäre der Stadt aufgesaugt werden kann. In der Weihnachtszeit findet hier der Christkindlmarkt statt.

Im Anschluss daran empfiehlt es sich, ein wenig durch die Laubengasse zu flanieren und sich die liebevollen Läden in dieser historischen Zeile anzusehen. Am Ende der Gasse wartet der Obstmarkt, dessen Tradition bereits mehrere hundert Jahre zurückreicht. Verkauft wird hier heutzutage jedoch nicht nur Obst, sondern auch zahlreiche andere Spezialitäten aus Südtirol.

Ein Besuch des archäologischen Museums sollte ebenfalls auf der Agenda stehen. Denn hier gibt es den berühmten Mann vom Tinserjoch zu bewundern. Die Rede ist dabei von „Ötzi“, dem Mann aus dem Eis, der vor mehr als 5.000 Jahren verstorben ist und dessen Körper dank des Eises mumifiziert wurde. Sehenswert sind darüber hinaus auch das Franziskanerkloster, in dem es einen über 500 Jahre alten Holzaltar zu bestaunen gibt, sowie das Schloss Runkelstein, das auf einem hohen Felsen über der Stadt thront.

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