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Urlaub für Senioren: Der Kurort Meran in Südtirol ist immer eine Reise wert

Südtirol ist eine Region in Italien, die sich gerade bei den Deutschen großer Beliebtheit erfreut. Das liegt vor allem daran, dass diese Gegend besonders vielfältig ist und für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Ganz egal, ob man das alpine Flair beim Wandern genießt oder das mediterrane Ambiente genießt, Meran ist ein Ort der Gegensätze. So kann man tagsüber aktiv in der Natur unterwegs sein und anschließend noch in der malerischen Altstadt bummeln gehen.

Ob die Erkundung von historischen Bauwerken, sportliche Aktivitäten im Freien oder Entspannung pur im Heilbad, Meran hat seinen Gästen so einiges zu bieten. Wer lieber etwas auswärts übernachten möchte, der findet in der näheren Umgebung viele Möglichkeiten. Lediglich drei Kilometer entfernt befindet sich die kleine Ortschaft Schenna mit ihrem wunderschönen Schloss. In Schenna empfehle ich das Wellnesshotel Resmairhof, wo man dem Alltag für einige Tage entfliehen kann.

Meran gilt als das Herz von Südtirol

Meran liegt rund eine halbe Stunde Autofahrt von Bozen entfernt im Norden von Italien. Gesäumt wird der Ort von den Gipfeln der Texelgruppe, wo sich auch das Skigebiet Meran 2000 befindet. Einst war Meran mit ihren knapp über 40.000 Einwohnern die Hauptstadt von Tirol. Nach Bozen ist es die zweitgrößte Stadt in Südtirol, die vor allem bei der österreichischen Kaiserin Sissi extrem populär war. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass deren Name überall in der Stadt auftaucht. Da es sich bei Meran um einen Kurort handelt, gibt es dort natürlich einige Heilbäder, die Entspannung pur in Meran versprechen.

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Früher war die Stadt so überlaufen, dass man die Strandpromenade nur für die reichen Kurgäste öffnete. Mittlerweile hat der örtliche Kirchturm insgesamt sieben Uhren, was ein echtes Kuriosum ist. Das liegt daran, dass die Häuser in der Umgebung immer höher wurden, worauf man mit einer Verlängerung des Turms reagierte. Durch die Ortschaft Meran fließt der Fluss Passer, an dessen Ufer man Spaziergänge an der Promenade genießen kann. Von Meran aus kann man auch gut den Gardasee besuchen, die Autofahrt dauert rund 90 Minuten.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Meran

Die Kurstadt Meran kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, was sich auch im Stadtbild widerspiegelt. Wunderbar spazieren gehen lässt es sich entlang der zahlreichen Promenaden, durch die Grünanlagen oder die Laubengänge aus dem Mittelalter. Wenn man durch Meran schlendert, wird man viele Gebäude im Jugendstil erblicken. Grundsätzlich lässt sich Meran an einem Wochenende erkunden, allerdings ist ein Aufenthalt von einer Woche unbedingt zu empfehlen, um ausreichend Zeit für alle Sehenswürdigkeiten zu haben.

Schloss Trautmansdorff mit prächtiger Gartenanlage

Das größte Highlight Merans ist ganz sicher das Schloss Trautmansdorff, an welches sich traumhaft schöne botanische Gärten anschließen. Einen Besuch wert ist das Schloss zu jeder Jahreszeit, doch gerade während der Blütezeiten im Frühjahr und im Herbst, sind die Gärten eine wahre Augenweide. Die Kaiserin Elisabeth, deren Geschichte bis heute äußerst beliebt ist, hielt sich sogar zweimal zur Kur im Schloss Trautmansdorff auf. Über 80 verschiedene Gartenlandschaften erstrecken sich über eine Fläche von etwa 12 Hektar. Besucher erwarten die vier Themenwelten Waldgärten, Wasser- und Terrassengärten, Sonnengärten und Landschaften Tirols. Besonders sehenswert sind die Grotte in den Waldgärten sowie das Erlebnismuseum Touriseum.

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Der Tappeinerweg

In Meran gibt es einige Promenaden, wobei der Tappeinerweg gewiss die bekannteste ist. Auf einer Strecke von insgesamt drei Kilometern hat man stets einen wunderschönen Ausblick über die Stadt. Interessant sind die Pflanzen, welche die Promenade säumen wie Agaven, Ölbäume, Aloe Vera, Pinien und Korkeichen. Sehenswert ist der Pulverturm, der im 18. Jahrhundert errichtet wurde. Im Mittelalter diente der Befestigungsturm als Depot, in dem Schießpulver aufbewahrt wurde. Wenn man heute die über 100 Stufen erklimmt, erreicht man eine Aussichtsplattform mit fantastischen Rundumblick.

Das Kurhaus

Zu einer Kurstadt gehört natürlich auch ein Kurhaus, das von Meran liegt direkt an der Promenade. Von dort aus kann man nicht nur einen tollen Ausblick genießen, sondern es ist auch ein beliebter Veranstaltungsort, an dem häufig Konzerte stattfinden. Erbaut wurde das Gebäude ebenfalls zur Zeit des Jugendstils, und gerade bei Dunkelheit sieht es in Licht gehüllt besonders majestätisch aus. Nicht minder sehenswert ist das daneben liegende Stadttheater, welches das einzige historische seiner Art in Südtirol ist.

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Die Wandelhalle

Auch im Jugendstil errichtet ist die Wandelhalle, die man kostenlos besichtigen kann. Diese Halle befindet sich an der Winterpromenade entlang des Flusses und wirkt von außen besonders romantisch. Betritt man das Bauwerk, wird man von Südtiroler Landschaftsmalereien an den Wänden begeistert sein. Inzwischen wird die Wandelhalle nicht mehr für Veranstaltungen genutzt. Man kann einfach auf einer der zahlreichen Bänke sitzen und die Seele ein wenig baumeln lassen.

Die Promenaden von Meran

Das Flanieren ist in Meran auf insgesamt fünf Promenaden möglich. Neben dem bereits erwähnten Tappeinerweg wären dies die Gilfpromenade, die Kurpromenade, die Sommerpromenade und die Winterpromenade. Bei der Kurpromenade handelt es sich um die Meraner Fußgängerzone, die entlang der Passer verläuft. Gegenüber von der Winterpromenade verläuft die Sommerpromenade, an welcher auch das Sissi-Denkmal zu sehen ist. Besonders romantisch ist die Gilfpromenade mit subtropischer Bepflanzung und einem kleinen Wasserfall.

Die Laubengänge von Meran

Inmitten des historischen Stadtkerns befindet sich die berühmte Meraner Laubengasse, die es bereits seit 800 Jahren gibt. Diese Einkaufsstraße hat eine Gesamtlänge von 400 Metern und ist in Berglauben und Wasserlauben unterteilt. Hier können Besucher sich dem Shopping widmen oder in einem der gemütlichen Cafés verweilen. Besonderes Highlight dieser Straße sind die Häuserfassaden mit den wunderschönen Verzierungen.

Steinachviertel mit der Kirche St. Nikolaus

Wenn man die Lauben hinter sich gelassen hat, erreicht man den Pfarrplatz, an dem sich die dreischiffige Kirche St. Nikolaus befindet. Im 14. Jahrhundert wurde dieses Sakralbauwerk im gotischen Stil errichtet. Beeindruckend sind die attraktive Fensterrose, die Skulpturen, die Glasfenster im Stil der Spätgotik sowie die hübschen Fresken. Direkt an die Pfarrkirche schließt sich das älteste Stadtviertel Merans an. Das Steinachviertel stammt aus dem Mittelalter, und beim Schlendern durch die Gassen fühlt man sich in frühere Zeiten versetzt.

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