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Gesundheit

Rehabilitation: Wichtiger Bestandteil der Genesung nach schwerer Krankheit

Schwere Krankheiten oder Unfälle stellen gerade im fortgeschrittenen Alter häufig eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Um sich von den gesundheitlichen Einschränkungen zu erholen oder eingeschränkte Fähigkeiten wiederzuerlangen, werden Rehamaßnahmen eingesetzt. Was man rund um die Reha wissen sollte, darüber informieren wir in diesem Artikel.

Wo ist eine Reha möglich?

Rehamaßnahmen werden häufig als stationäre Therapie in speziellen Rehakliniken durchgeführt, welche überall in Deutschland zu finden sind. Dazu gehört auch die Habichtswald-Klinik in Kassel, welche unter anderem Reha in den Bereichen Onkologie, Innere Medizin und Psychosomatik anbietet. Teil des Konzept der Klinik ist die Kombination aus Verfahren der klassischen Schulmedizin, Psychotherapie und Naturheilverfahren. In einigen Fällen bieten Rehakliniken ihren Patienten auch eine ambulante Reha an, bei der diese nur tagsüber in der Klinik an Therapiemaßnahmen teilnehmen, die Nächte und Wochenenden jedoch zuhause in ihrem gewohnten Umfeld verbringen.

Wann ist eine Reha sinnvoll?

Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine Reha bei unterschiedlichen Krankheiten und aus anderen gesundheitlichen Gründen. Rehamaßnahmen werden beispielsweise nach Unfällen bewilligt, damit Patienten durch die Folgen des Unfalls verlorene Fähigkeiten zurückerlangen können. Außerdem werden Rehamaßnahmen nach schweren Krankheiten wie einer Krebsbehandlung, Schlaganfällen und Herzinfarkten zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes bewilligt. Auch psychische Probleme können der Grund für eine mehrwöchige Reha sein.

Hierzu gehören beispielsweise schwere Depressionen, Angststörungen und Essstörungen. Teilweise haben sich Rehakliniken auch auf die Behandlung von Schmerzpatienten oder die Behandlung von Patienten mit starkem Übergewicht spezialisiert. In jedem Fall muss ein Patienten nach Rücksprache und mit Unterstützung seines behandelnden Arztes einen Antrag auf eine Reha bei der eigenen Krankenversicherung stellen. Wird dieser Antrag bewilligt, kann sich der Patient anschließend selbstständig um einen Rehaplatz bei einer Klinik seiner Wahl mit passendem Rehaangebot bemühen.

Wie lange dauert eine Reha?

Art, Umfang und Dauer einer Reha hängen vom vorliegenden Krankheitsbild und der Zielsetzung ab. Üblicherweise werden Rehabilitationsleistungen für eine Dauer von drei Wochen durch Krankenversicherungen getragen. In Einzelfällen ist auch eine Verlängerung der Rehabilitationsleistungen auf Antrag möglich. Wer sich ambulant einer Reha unterzieht, muss mit einem zeitlichen Aufwand von 20 Behandlungstagen rechnen. Da ambulante Reha meistens von Montag bis Freitag angeboten wird, bedeutet das eine Dauer von vier Wochen bei freien Wochenenden. Etwas länger können Rehamaßnahmen für Kinder ausfallen, denn diese sind durchschnittlich vier bis sechs Wochen lang.

Welchen Zwecken dient eine Reha?

Rehamaßnahmen verfolgen je nach Krankheitsbild unterschiedliche Ziele. Besonders häufig dienen sie dem Wiedererlangen von alltagsrelevanten Fähigkeiten, die vorab durch Krankheit oder Unfälle eingeschränkt oder ganz verloren wurden. Auch gesundheitserhaltende Maßnahmen können Teil einer Reha sein. Außerdem gibt es Angebote für Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden. Eine andere Zielsetzung kann die Stabilisierung der psychischen Gesundheit oder eine Verbesserung dieser sein.

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