Prostock-studio/shutterstock.com
Gesundheit

So findet man die richtige Matratze bei Rückenschmerzen im Alter

Für einen erholsamen Schlaf ist eine gute Matratze das A und O. Im Alter ist es noch wichtiger, sich komfortabel zu betten, um Rückenschmerzen vorzubeugen und Schlafprobleme zu beheben. Doch welche Matratze ist die richtige? Im Folgenden erfahren Sie, welche Ansprüche Senioren an Matratzen haben und auf welche Faktoren Sie beim Kauf achten sollten.

Höhe des Bettes

Rückenschmerzen, eine eingeschränkte Beweglichkeit und schwindende Muskelkraft – verschiedenste körperliche Gebrechen erschweren im Alter das Aufstehen aus dem Bett. Aus diesem Grund empfiehlt sich für Senioren eine möglichst hohe Liegefläche. Wählen Sie ein Bett in Komforthöhe. Hierbei sollte die Oberkante des Bettes mindestens 45 cm über dem Boden liegen. Darauf wird dann die Matratze gelegt, die ebenfalls dick sein sollte. Als ideal gelten Boxspringbetten. Diese sind besonders hoch und verfügen über eine dicke Matratze, weshalb der Ein- und Ausstieg erleichtert wird. Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Bett, so finden Sie eine große Auswahl an Boxspringbetten bei Möbel-Eins.

Den richtigen Härtegrad wählen

Zu den wichtigsten Auswahlkriterien beim Kauf einer neuen Matratze zählt der Härtegrad. Die richtige Härte hängt in der Regel vom Körpergewicht ab. Man unterscheidet fünf verschiedene Härtegrade, von H1 (sehr weich) bis H5 (sehr hart).

Checkliste: Welcher Härtegrad bei welchem Gewicht?

  • H1: bis 60 kg
  • H2: 60 bis 80 kg
  • H3: 80 bis 110 kg
  • H4: 110 bis 140 kg
  • H5: über 140 kg

Da der Körper ab einem Alter von etwa 65 Jahren druckempfindlicher wird und beim Schlafen entlastet werden sollte, empfehlen sich für Senioren eher weichere Matratzen als für jüngere Leute. Gleichzeitig sind Modelle mit einer Randzonenverstärkung sinnvoll. Eine Matratze mit einer solchen Sitzkante erleichtert das Aufstehen.

Druckentlastende Matratzen für einen angenehmen Schlaf

Wie bereits erwähnt, reagiert der Körper im Alter empfindlicher auf Druck. Zur Vermeidung von Rückenschmerzen und wunden Stellen sollte eine Matratze mit hoher Punktelastizität und einer guten Zonierung gewählt werden. Dies gilt vor allem für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft im Bett liegen und nicht mehr mobil sind. Eine effektive Druckentlastung ist in diesem Fall enorm wichtig, damit es nicht zum Wundliegen kommt.

Roman Samborskyi/shutterstock.com

Bei einer punktelastischen Matratze sinkt nicht der gesamte Körper gleichmäßig ein. Es geben nur jene Bereiche nach, an denen vom Körper Druck ausgeübt wird. Dies sind vor allem die Hüft- und Schulterpartie. In den anderen Bereichen gibt die Matratze nicht nach, sondern stützt diese Körperpartien optimal. Nur so wird die Wirbelsäule orthopädisch korrekt gelagert. Die Punktelastizität ist vor allem bei Seiten- und Rückenschläfern von großer Bedeutung. Idealerweise ist eine Matratze in fünf oder mehr Areale zoniert. Hierbei sollte der untere Rückenbereich verstärkt sein, da eine unzureichende Stützung Rückenschmerzen zur Folge haben kann.

Welche Materialien sind besonders punktelastisch?

  • Bonellfederkernmatratzen: nicht punktelastisch, sondern flächenelastisch
  • Tonnentaschenfederkernmatratzen: punktelastisch (bei guter Qualität)
  • Kaltschaummatratzen: sehr punktelastisch (je größer das Raumgewicht, desto höher die Punktelastizität)
  • Latexmatratzen: sehr punktelastisch, jedoch auch sehr schwer
  • Visco-Schaum-Matratzen: sehr punktelastisch, Härte abhängig von Temperatur
  • Gelschaum: sehr punktelastisch, temperaturneutral

Feuchtigkeitsregulierung von Matratze und Bezug

Wer möchte schon auf einem feuchten Bett schlafen? Eine trockene Schlafumgebung ist essenziell für eine erholsame Nachtruhe. Wählen Sie darum eine Matratze mit einer guten Feuchtigkeitsregulierung. Beim nächtlichen Schwitzen entsteht Feuchtigkeit. Diese sollte vom Material der Matratze aufgenommen, vom Körper wegtransportiert und möglichst schnell an die Umgebung abgegeben werden. Federkernmatratzen zeichnen sich durch eine erstklassige Feuchtigkeitsregulierung aus. Dies gilt ebenso für offenporige Kaltschaummatratzen mit guter Luftzirkulation.

Ebenfalls von Bedeutung: die Atmungsaktivität des Bezugs. Empfehlenswert ist ein hochwertiger Polyurethan-Bezug. Dieser transportiert die Körperfeuchtigkeit optimal ab, ist hygienisch und verringert die Gefahr des Wundliegens. Darüber hinaus ist ein abnehmbarer Matratzenbezug sinnvoll, da dieser einfach gereinigt werden kann.

Leichtgewichte bevorzugt

Neben den oben genannten Kriterien sollte bei einer Seniorenmatratze auch auf das Matratzengewicht geachtet werden. Damit das Beziehen mit dem neuen Bettlaken nicht zum Kraftakt wird, empfiehlt sich eine möglichst leichte Matratze, die einfach in der Handhabung ist.

Ein Plus an Komfort durch einen elektrisch verstellbaren Lattenrost

Ein elektrischer Lattenrost, der sich auf Knopfdruck individuell verstellen lässt, bietet Senioren einige Vorteile. Alten Menschen fällt das Atmen häufig schwer. Durch ein höher gestelltes Kopfteil wird die Brust entlastet und sie bekommen besser Luft. Auch lassen sich Essen und Medikamente auf diese Weise im Bett leichter einnehmen. Solche Lattenroste weisen verschiedene Liegezonen mit unterschiedlichen Härtegraden auf. Hierdurch unterstützen sie den ergonomischen Liegekomfort der Matratze. Fast alle Matratzen lassen sich mit einem elektrisch verstellbaren Lattenrost verwenden. Die Ausnahme: Federkernmatratzen. Diese sind nicht flexibel genug. Schaum- und Gelmatratzen eignen sich hingegen wunderbar.

Gründe für Rückenschmerzen im Alter

Die falsche Matratze kann schwere Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben und zu starken Rückenschmerzen führen. Dabei gibt es jedoch oft andere Auslöser für die Schmerzen, welche durch eine unergonomische Schlafposition verstärkt werden. In vielen Fällen sind es Abnutzungserscheinungen und Alterungsprozesse der Wirbelsäule, die im Alter Beschwerden herbeiführen. Hierzu zählen Erkrankungen wie Osteoporose, Osteochondrose und Spondylarthrose. Eine ärztliche Behandlung ist meist unabdingbar. Gleichzeitig helfen ein aktiver Lebensstil mit viel Bewegung, eine gute Körperhaltung und nicht zuletzt ein gesunder Schlaf, um den Rücken zu entlasten.

Sie leiden an Rückenschmerzen und sind morgens so verspannt, dass Sie nur schwer aus dem Bett kommen? Mit zunehmendem Alter wird eine hochwertige, druckentlastende Matratze immer wichtiger. Um chronischen Schmerzen zu begegnen, lohnt es sich darum, in eine gute Matratze zu investieren, die Ihnen über viele Jahre erholsame Nächte und mehr Vitalität verspricht.

Ähnliche Beiträge

Senile Bettflucht: Erklärung, Ursachen und Vorbeugung

Barbara Meisinger

Posttraumatische Belastungsstörungen: Der richtige Umgang mit PTBS

Barbara Meisinger

Hallux-Valgus vorbeugen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Barbara Meisinger