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Gesundheit

Mehr Komfort mit einem Pflegebett: Darauf sollte man achten

Der Schlafplatz hat einen großen Einfluss darauf, wie erholsam der Schlaf ist. Vor allem der REM-Phase, in der geträumt wird und Emotionen verarbeitet werden können, kommt eine wichtige Bedeutung zu. Ein möglichst technikfreies Schlafzimmer, das zum Entspannen einlädt, sowie ein regelmäßiger Aufsteh- und Zubettgeh-Rhythmus helfen dabei, diese so wertvolle REM-Phase auch im Alter zu erhalten. Doch was, wenn das Aufstehen und Zubettgehen rein motorisch schwerfällt?

In den Augen vieler widerspricht die Anschaffung eines Pflegebetts der optischen Vorstellung eines Raums der Entspannung. Viel zu häufig wird das Pflegebett als ein Zeichen von Krankheit und Schwäche deklariert, obgleich es anders gedacht ist: Ein Pflegebett wird sicherlich den Ansprüchen einer pflegebedürftigen Person bestens gerecht. Doch ein Pflegebett sorgt auch für Unterstützung und Komfort – um nicht nur gut schlafen, sondern auch mühelos aufstehen und in den Tag starten zu können. Die folgenden, wissenswerten Faktoren rund um Pflegebetten sollen die Möglichkeiten beleuchten, die sich mit der Anschaffung eröffnen.

Krankenbett, Pflegebett oder Seniorenbett? Nicht alle Begriffe meinen dasselbe

Kranken- und Pflegebett haben genau den Touch, den rüstige Senioren nicht in ihrem Zuhause haben wollen. Es klingt nach Pflege, nach Krankheit und danach, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Allerdings zeigen die Worte zunächst einmal „nur“ an, wo ein Kranken- oder Pflegebett beantragt werden muss – nämlich bei der Kranken- bzw. bei der Pflegeversicherung. Das Seniorenbett ist hingegen ein seniorengerechtes Alltagsbett, das rein optisch weniger „pflegerisch“ anmutet, dafür aber auch weniger Ausstattungsmerkmale bietet. Das heißt konkret: Nicht jedes Seniorenbett lässt sich in der Höhe verstellen. Nicht bei jedem Seniorenbett lassen  sich Fuß- und Kopfteil einzeln bewegen.

Der Direktvergleich zeigt: Ein gutes Pflegebett kann zum Zubettgehen und Aufstehen auf eine Höhe zwischen 22 und 80 Zentimetern verstellt werden, was besonders komfortabel ist. Nicht jedes Seniorenbett verfügt über diese Funktion. Darüber hinaus gibt es spezielle Pflegebetten, wie etwas das Stehbett, das Aufstehbett und das Seitenlagerungsbett, das jeweils eine spezielle Funktion erfüllt. Das Stehbett bringt den Patienten in eine stehende Position, das Aufstehbett wird zum Sessel und erleichtert so das Aufstehen – auch wenn von einer senilen Bettflucht die Rede ist – und das Seitenlagerungsbett lässt sich der Länge nach anwinkeln.

Tipp: Ein Pflegebett ist in jedem Fall die langfristigere Investition, da es nicht nur in motorisch uneingeschränkten Zeiten Komfort und Unterstützung bietet, sondern auch pflegerische Handlungen erleichtern könnte – wenn diese einmal nötig würden. Das kann bedeuten, dass nach einem Sturz mit dem E-Bike, nach einer Sportverletzung oder einer Operation kurzfristig Pflege notwendig wird – und diese in einem Pflegebett viel einfacher zu bewerkstelligen wäre.

So unbequem muss es kein Senior in einem Pflegebett haben, denn diese lassen sich (im besten Fall per Knopfdruck) in die Sitzposition manövrieren | Prostock-studio/shutterstock.com

Ein Pflegebett steckt voller komfortabler Details

Pflegebetten sind so konstruiert, dass sie unterstützen und helfen und dabei wenig Arbeit machen. So sind Pflegebetten in der Regel mit einer höhenverstellbaren Liegefläche ausgestattet, die sowohl das Zubettgehen als auch das Aufstehen erleichtert. Doch nicht nur in der Höhe ist die Liegefläche verstellbar, sondern auch in ihren Einzelteilen: So können nach einem langen Tag auf den Beinen diese hochgelagert werden, um etwaigen Wasseransammlungen ganz natürlich entgegenzuwirken. Auch wenn die Lieblingslektüre zu spannend ist, um aufzustehen, hat ein Pflegebett eine praktische Funktion für diese Fälle: Es lässt sich in eine Sitzposition verstellen.

Tipp: Wer sich für ein Pflegebett entscheidet, sollte darauf achten, dass die Steuerung der Höhe und der verschiedenen Liegepositionen per Knopfdruck erfolgt. Fachhändler haben Pflegebetten mit Elektronik im Sortiment, die den vorgeschriebenen Normen folgen. Die Pflegekasse sorgt für eine regelmäßige, jährliche Überprüfung des Pflegebetts, da es sich offiziell um ein medizinisches Produkt handelt. Auch um Belastbarkeit und Standfestigkeit muss sich keiner sorgen: Pflegebetten halten selbst ein paar Kilogramm mehr stand. Das Material ist bewusst robust und pflegeleicht gewählt.

Auf dem Weg zum Pflegebett gibt es mehrere Optionen

Wer seine Wohnung trotz einem aktiven Lebensstil bereits frühzeitig mit einem Pflegebett ausstatten will, um die komfortablen Vorzüge zu genießen, kann nun noch die Kostenfrage klären: Der Antrag wird an die Pflege- oder Krankenkasse gerichtet. Wer keine Pflegestufe hat, braucht für den Antrag eine Verordnung vom Arzt. Wer bereits in eine Pflegestufe eingruppiert wurde, wendet sich an den Medizinischen Dienst der Krankenkasse.

Wer vorübergehend motorisch eingeschränkt ist, der erhält nur selten kurzfristig ein Pflegebett. Für diesen Fall vorzubeugen, ist dabei die bessere Option | pixabay.com

Tipp: Grundsätzlich kann sich jeder Mensch wann immer er möchte ein Pflegebett kaufen. Wer jedoch das Pflegebett nicht komplett selbst bezahlen möchte, der kann auf Unterstützung von der Pflege- oder Krankenkasse bauen – wenn die Notwendigkeit klar geregelt ist. Diese gilt als geregelt, wenn eine Pflegestufe vorliegt oder wenn der Arzt ein Pflegebett verordnet hat. Unterm Strich wird das Pflegebett bei den Pflegegraden I, II oder III großzügig bezuschusst. Der Eigenanteil liegt dann noch bei zehn Prozent. Der Gesamtpreis des Pflegebetts hängt in weiten Teilen von Optik und Ausstattung ab. Je weniger das Bett nach Pflege aussieht und je mehr komfortable Details es hat, desto höher ist der Gesamtpreis.

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